Sie sind überall.
Ist es euch nicht auch schon aufgefallen?
Ich glaube, man kann ruhig behaupten, dass an jedem 3. oder 4. Frauenarm eine Tasche der Marke Longchamp hängt.
Was hat es damit nur auf sich?

Hauptsächlich handelt es sich hierbei um die sogenannte „Le pilage“ in der kleinsten Form. Es gibt sie in allen Farben, die das Frauenherz wohl höher schlagen lässt. Nur offensichtlich kauft das Auge hier nicht mit.
Mal ganz ehrlich: Diese Tasche besteht aus Polyamid, also Synthesefaser, ein bisschen Leder an der Schnalle und den Henkeln. Sie wird unförmig sobald mehr als ein Taschentuch oder einer anderer leichter Gegenstand sie ausfüllt und sieht auch sonst nicht besonders ästhetisch aus.
Aber dafür bezahlt die Düsseldorfer Frau sichtlich gerne 50 Euro.

Oder nein Moment: Sagte ich Frau?
Oftmals sinds dann doch eher die jungen Dinger, die wohl nicht hinter ihren anderen kleinen Freundinnen stehen wollen. Sie kaufen alle fleißig die kleinste Form des Luxus, denn das sonstige Sortiment von Longchamp würde wohlmöglich das Taschengeld sprengen. Hauptsächlich in Schwarz und Dunkelblau. Soll ja zu allem passen.
Dabei bietet Longchamp doch so viel mehr. Taschen komplett aus Leder, in verschiedensten Formen, Größen und Farben. Wesentlich schöner anzusehen.
Schon klar, dass sich nicht jeder teure Markentaschen leisten kann. Aber statt sich von seinem Geld eine schönere Tasche ohne den Markennamen zu beschaffen, kaufen die Mädchen lieber alle weiter diese langweilige, hässliche, kleine Longchamp.
Man kann wohl nur hoffen, dass dieser Trend sich irgendwann verflüchtigen wird. Ein schönes Bild gibt dies nämlich nicht wenn man durch die Innenstadt läuft…